Was ist ein Data Agent in Fabric IQ?
Zusammenfassung
Der Data Agent in Fabric IQ ist dein virtueller Analyst, der Unternehmensdaten in natürlicher Sprache befragt, ohne SQL oder DAX-Kenntnisse zu brauchen.
Er nutzt eine Ontology als semantische Schicht für stabile, geschäftslogikbasierte Abfragen.
- Spart Zeit durch Self-Service-Analytics für alle Mitarbeiter
- Stellt Nachvollziehbarkeit und Compliance sicher
- Integriert nahtlos Lakehouses, Warehouses und externe Daten
- Entlastet IT von Ad-hoc-Anfragen
Nach diesem Blog verstehst Du, wie der Fabric IQ Data Agent Self-Service-Analytics ermöglicht, ohne Kontrolle über Datenqualität und Governance zu verlieren.
Ein Data Agent in Fabric IQ ist dein virtueller Analyst – ein KI-basiertes System, das es Nutzern ermöglicht, ihre Unternehmensdaten in natürlicher Sprache zu befragen, ohne SQL, DAX oder technische Abfragekenntnisse zu benötigen. Statt komplexe Queries schreiben zu müssen, stellt ein Sachbearbeiter eine einfache Frage wie „Welche Kunden haben ihre Umsatzziele nicht erreicht?" und erhält sofort eine präzise, geschäftskontextbasierte Antwort. Das spart nicht nur Zeit, sondern demokratisiert den Zugang zu Unternehmensdaten für alle Mitarbeiter – unabhängig von ihrer technischen Expertise.
Für IT-Leiter bedeutet das eine spannende Transformation: Du schaffst eine Infrastruktur, auf der deine Fachbereiche selbstständig arbeiten können. Gleichzeitig behältst du volle Kontrolle über Datenqualität, Sicherheit und Compliance. Das entlastet dein Team von ständigen Ad-hoc-Anfragen und reduziert Engpässe bei der Berichterstellung – während die Geschäftsprozesse schneller werden.
Wie der Data Agent tatsächlich funktioniert
Hinter der einfachen Nutzeroberfläche steckt intelligente Orchestrierung: Der Data Agent nutzt große Sprachmodelle, um Benutzerfragen zu verstehen, die relevanteste Datenquelle zu identifizieren und eigenständig Abfragen zu formulieren und zu überprüfen. Das Entscheidende ist die **Ontology** – eine strukturierte Wissensbasis, in der Geschäftskonzepte wie „Kunde", „Auftrag" oder „Materiallos" einmal zentral definiert werden. Der Agent greift nicht auf Rohschemas zu, sondern nutzt diese semantische Schicht. Das hat einen großen praktischen Vorteil: Wenn du eine Tabelle umbenennst oder Quellsysteme wechselst, funktioniert der Agent trotzdem weiter – weil er auf Geschäftslogik, nicht auf Tabellennamen angewiesen ist.
Der konkrete Nutzen für dein Unternehmen
Ein Controlling-Mitarbeiter kann morgens ohne Umschweife verstehen, wie sich die Kostenstruktur im Vergleich zur Vorwoche verschoben hat. Ein Verkäufer kann in Sekundenschnelle sehen, welche Kundengruppen zu Lieferproblemen neigen. Ein Projektmanager erhält Echtzeit-Insights zu Kapazitätsauslastung und Risiken. All das, ohne dass dein BI-Team noch Berichte vor-bauen und pflegen muss. Die Folge: kürzere Reaktionszeiten, bessere Entscheidungen, weniger Datenzugriffs-Tickets auf deinem Service Desk.
Besonders wertvoll ist die **integrierte Nachvollziehbarkeit**: Jede Antwort des Agents wird protokolliert, du kannst die Entscheidungswege einsehen und Traces herunterladen. Das ist nicht nur für Audits und Compliance essentiell – es ermöglicht deinem Team auch schnelle Fehlerbehandlung und Optimierung. Wenn ein Agent suboptimale Ergebnisse liefert, kann dein Data Engineer unmittelbar analysieren, wo das Datenmodell oder die Semantik nachjustiert werden muss.
Integration und praktische Implementierung
Der Data Agent arbeitet nahtlos mit allen Datenquellen zusammen, die bereits in deiner Fabric-Infrastruktur liegen – Lakehouses, Data Warehouses, Power BI-Semantikmodelle, sogar KQL-Datenbanken. Besonders interessant: Der Agent kann auch externe, unstrukturierte Daten wie Vertragstexte oder Dokumentenarchive über Azure AI Search einbinden und mit strukturierten Daten kombinieren. Ein Kundenservice-Mitarbeiter könnte dann Verträge, Bestellhistorie und Lieferdaten in einer Frage zusammenbringen – etwas, das früher aufwendige Datenbeschaffung gekostet hätte.
Microsoft hat die Developer Experience parallel optimiert: Mit dem neuen Multi-Tasking-Flow können deine Data Engineers seamless zwischen Chat-Interaktion und Agent-Konfiguration wechseln, ohne ihren Arbeitsfortschritt zu verlieren. Das acceleriert die iterative Verbesserung und Debuggung erheblich.
Was das für deine IT-Strategie bedeutet
Der Data Agent ist ein Enabler für echte Self-Service-Analytics, ohne die Kontrollverluste, die unkontrolliertes Self-Service oft mit sich bringt. Weil alles über die zentrale Semantik und Ontology läuft, bleibt Datenqualität und Governance sichergestellt. Nutzer arbeiten immer mit denselben, kuratierten Geschäftsdefinitionen – keine wilden, konkurrierenden Varianten mehr.
Das macht Fabric IQ mit Data Agent zu einer strategischen Investition: Du baust nicht nur ein neues Tool, sondern eine Plattform, auf der Geschäft und Technik über eine gemeinsame Sprache sprechen. Datengestützte Entscheidungen werden zur Routine, nicht zur Ausnahme.
Nächste Schritte für dich
Wenn du prüfen möchtest, wie ein Data Agent in deinem Kontext konkret funktioniert, lohnt sich ein Workshop mit deinem Data-Leadership-Team: Welche Fragen stellen die Fachbereiche am häufigsten? Wo sind heute die größten Datenzugriffs-Engpässe? Dort liegt oft der höchste ROI eines Data Agent. Wir unterstützen dich gerne bei der Analyse deiner Use Cases, beim Design der Ontology und beim Aufbau eines produktiven Proof-of-Concepts. So testet ihr den tatsächlichen Mehrwert im eigenen Datenumfeld, bevor ihr volumenhart ausbaut.






