Was sind Slicer in Power BI? Dein simpler Einstieg in Filter ohne Stress
Nach diesem Blog verstehst du Power BI Slicer als einfaches Filter-Tool und baust stressfrei Reports fürs Controlling.
Du kennst das vermutlich: Im Controlling sitzt du vor einem Power BI-Report mit hunderten von Daten, und der Geschäftsführer möchte schnell sehen, wie es nur mit den Umsätzen aus dem Süden aussieht, oder die Kostenentwicklung eines bestimmten Produktbereichs. Ohne die richtigen Werkzeuge bedeutet das jedes Mal wieder neue Abfragen, Export in Excel, oder schlimmstenfalls: manuelles Filtern. Hier kommen Slicer ins Spiel – und das Gute ist, sie sind deutlich simpler als viele denken.
Was ist ein Slicer überhaupt?
Ein Slicer ist im Grunde ein visuelles Filter-Werkzeug, das direkt in deinem Report sitzt und deine Daten nach einer Dimension eingrenzt – ohne dass du ein Menü aufklappen oder komplizierte Einstellungen vornehmen musst. Der Unterschied zu klassischen Filtern: Während ein Filter eine versteckte Regel im Report ist, die der Endnutzer nicht sieht, ist der Slicer das Gegenteil. Du packst ihn prominent neben deine Visualisierungen, und jeder kann damit spielen.
Praktisch bedeutet das für dich im Controlling: Du erstellst einen Report mit allen Kostengruppen, und deine Kollegen aus den Regionen können sich sofort nur ihre Daten anschauen – ohne dass du für jede Region eine separate Version des Reports basteln musst. Die Filterung passiert live, und alle anderen Diagramme passen sich automatisch an.
Welche Formate gibt es, und welche brauchst du?
Power BI bietet dir mehrere Varianten: Dropdown-Listen, vertikale Text-Listen, Kacheln oder Datum-Schieber. Für typische Controlling-Szenarien reichen meist die Standard-Varianten aus. Bei Jahresvergleichen nutzt du den Datum-Schieber, für Abteilungen oder Kostenstellen eine einfache Liste. Das Schöne ist: Diese Entscheidung machst du einmal beim Reportaufbau, und danach kann jeder Nutzer intuitiv damit arbeiten – ohne Training.
Praktischer Einsatz: Slicer richtig nutzen
Vergiss die Idee, dass du Slicer überall brauchst. Weniger ist hier mehr. Wenn du einen Report mit Kostenübersicht erstellst, brauchst du vermutlich einen Slicer für die Periode und einen für die Kostenstelle – fertig. Du kannst auch mehrere Slicer kombinieren: Wer zuerst nach Region filtert und dann nach Produktgruppe, sieht automatisch nur die Schnittmenge dieser beiden Auswahlen.
Ein wichtiges Feature, das viele übersehen: Du kannst Slicer über mehrere Report-Seiten synchronisieren. Das heißt, wenn du auf Seite 1 „2025" im Jahres-Slicer auswählst, gilt das auch für Seite 2, 3 und alle weiteren – ohne dass du die Auswahl wiederholen musst. Das spart deinen Nutzern Klicks und Verwirrung.
Was Slicer leisten, und was nicht
Slicer funktionieren hervorragend für Dimensionen wie Zeiten, Orte, Abteilungen oder Kategorien. Bei Kennzahlen und berechneten Metriken stoßen sie an ihre Grenzen – dafür brauchst du andere Lösungen. Auch Eingabefelder oder tiefe Drill-down-Funktionen sind nicht möglich. Aber ehrlich: Für 90 Prozent der klassischen Controlling-Reports reichen Slicer völlig aus.
Fazit: Slicer machen deine Reports selbsterklärend
Der eigentliche Mehrwert von Slicern liegt nicht in der Technik, sondern in der Nutzer-Erfahrung. Du baust Reports, die deine Stakeholder selbst erkunden können – ohne dich jedes Mal um eine spezielle Analyse zu bitten. Das entlastet dich im Controlling deutlich und macht die Reports gleichzeitig nützlicher, weil jeder schneller die Daten findet, die ihn interessieren.
Falls du merkst, dass deine Reports immer komplexer werden oder du nicht sicher bist, wie du Slicer sinnvoll einsetzt, helfen wir gerne weiter. Wir unterstützen dich beim Aufbau von Reports, die nicht nur technisch korrekt sind, sondern auch wirklich genutzt werden – und das fängt oft schon bei den richtigen Filtern an.


